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Gute Ergebniszahlen trotz schwierigem Umfeld

Die SWK hat das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich abgeschlossen. Der Umsatz bewegt sich mit 26,4 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die geringen Temperaturen in den letzten Wochen des Berichtsjahres sorgten für einen höheren Erdgas- und Wärmeabsatz. Der Jahresüberschuss entwickelte sich positiv und fiel deutlich besser als im Vorjahr aus. Der Aufsichtsrat hat daher vorgeschlagen, einen Teil aus dem Jahresüberschuss in die Rücklagen einzustellen. Daneben konnte die SWK ihre Investitionen noch einmal deutlich ausweiten: 2,4 Mio. € (2015: 1,9 Mio. €) flossen in die Erneuerung und Verstärkung der Netzinfrastrukturen für Strom, Erdgas, Wärme sowie Wasser und somit in die Zukunft von Kelheim

Im Bereich Strom setzte die SWK im Berichtsjahr 2016 46,0 GWh um, im Geschäfts-feld Wärme lieferte sie eine Menge von 12,9 GWh an die Kunden. Daneben konnten im Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) im Rahmen der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung 3,4 GWh Ökostrom erzeugt und ins öffentliche Netz eingespeist werden. Der Erdgasabsatz des eigenen Vertriebs betrug 74,1 GWh. Insgesamt wurden 1,1 Mio. cbm Wasser an die Kunden geliefert.


Investitionsschwerpunkte
Die Investitionsschwerpunkte des Jahres 2016 entfielen auf die Geschäftsfelder Wärme und Wasser.

So wurde das bestehende Wärmenetz in einem ersten Schritt im Bereich der Innenstadt ausgebaut und das gesamte Netz der Innenstadt in einem zweiten Schritt an das Wärmenetz und die Erzeugungsanlage des BMHKW im Stadtnorden angeschlossen.

Die Anbindung der Innen- an die Nordstadt zu einem Verbundnetz hat die Voraussetzung geschaffen, die günstigste Erzeugungsquelle nutzen zu können. Damit konnte die SWK erreichen, dass auf die Heizzentrale in der Innenstadt verzichtet werden kann und die Kapazitäten im BMHKW besser ausgelastet werden.

Um die ambitionierten Klimaschutzziele der Stadt Kelheim zu erreichen, brauchen wir die Fernwärme vor allem im innerstädtischen Bereich unbedingt. Große und schnelle Klimaschutzeffekte bis 2020 sind für Kelheim als Stadt nur möglich, wenn wir die Fernwärme stärken. Des Weiteren sehen wir in der Fernwärme die Option, um speziell in der Kreisstadt Kelheim mittel- und langfristig verstärkt erneuerbare Energien zu integrieren. Deshalb haben wir den bisherigen Wärmenetzausbau forciert, weil wir darin auch eine Möglichkeit zur Speicherung von grüner Energie sehen.

Im Bereich der Wasserversorgung wurde im bestehenden Brunnen VII (Vogelsinger) eine Ultrafiltrationsanlage installiert und in Betrieb genommen. Sie sorgt dafür, dass die Wasserqualität nachhaltig auf hohem Niveau sichergestellt werden kann.

 

Verteilnetz als Rückgrat der Energiewende
Der Ausbau der dezentralen Erzeugung hat die SWK in den vergangenen Jahren dahingehend gefordert, indem die Verteilnetze mit hohem Aufwand ausgebaut werden mussten. Im Jahr 2016 wurden 29 Anlagen neu angeschlossen. Im Netzgebiet der SWK sind damit 838 erneuerbare Erzeugungsanlagen, primär Photovoltaikanlagen, an das Stromnetz angeschlossen. Mit diesem überdurchschnittlich hohen Anteil wurden im Berichtsjahr 2016 30,6 GWh Strom erzeugt und davon 25,6 MWh in das öffentliche Netz eingespeist. Die angeschlossene Leistung von rund 21 MW entspricht der Leistung eines Kraftwerkes.

Um die Energiewende zum Erfolg zu führen, bedarf es eines starken Verteilnetzes. Es ist das Rückgrat der Energiewende. Stromleitungen sind die Lebensader der Energiezukunft. Die SWK wird bis 2021 weitere 1,6 Mio. € in das Stromnetz investieren, da das Verteilnetz die Basis des Energiesystems von morgen ist.

 

Grün, dezentral, digital
Die Energiewende wird zudem nur mit Speichern funktionieren. Die Kunden wollen Komfort, Sicherheit, Unabhängigkeit und Klimaschutz. Die Kombination aus Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Wärmepumpen gehört die Zukunft und ist für immer mehr Bürger reizvoll. Der Trend geht zum Eigenverbrauch.

Generell ist die Digitalisierung eines der wichtigsten Themen der Zukunft. Unser Netz besteht heute mit den 838 EEG-Anlagen aus einem hochkomplexen System. Auch die Themen Smart Meter, dessen Rollout die SWK schrittweise umsetzen wird und Smart Home sollen die Energieeffizienz verbessern und zur besseren Auslastung sowie Steuerung der Netze beitragen.

Die Energiezukunft ist grün, dezentral und digital. Vor allem ist sie elektrisch. Eine stärkere Vernetzung von Strom, Wärme und Verkehr ist die Erfolgsformel für den Klimaschutz. Mit dem BMHKW hat die SWK ein Zeichen gesetzt –  die Wert-schöpfung bleibt vor Ort und stärkt die unmittelbare Region.

Daneben werden sogenannte Quartierslösungen den Weg in unsere Energiezukunft zeigen. Warum? Für effektiven Klimaschutz brauchen wir eine grundlegende Wende in der Energieversorgung von Gebäuden. Während beim Strom die Verbraucher den Wechsel zum Ökostrom binnen Minuten vollziehen können, gestaltet sich die Wärmewende komplexer. Geheizt wird bis heute vorwiegend mit fossilen Energieträgern – und das unabhängig davon, ob mit der eigenen Heizung oder über ein Fernwärmenetz. Insbesondere in Städten stehen wir vor der Herausforderung auch diesen Wohnraum klimafreundlich zu beheizen.

Durch innovative Energiekonzepte und Sektorkopplung (Wärme, Strom und Kälte) erzielen wir eine klimafreundliche und bezahlbare Energieversorgung. Wir werden mit Wohnungsbaugesellschaften, Projektierern, Genossenschaften und Gewerbe individuelle Energieversorgungskonzepte erarbeiten.

Dabei werden wir lokale Potenziale für die Nutzung von Solarthermie und Abwärme prüfen. In Kombination mit Photovoltaik und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung bieten wir Haushalten und Gewerbe zusätzlich eine Belieferung mit dezentral erzeugtem Strom.

Solche Wärmekonzepte in Verbindung mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität zeigen den Weg der SWK in die grüne, dezentrale und digitale Energiezukunft. Wir werden hier aktiv mitgestalten.

 

Ausblick 2017

Der Start in das Geschäftsjahr 2017 verlief gut. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen wird sich das Ergebnis des laufenden Jahres auf dem Niveau von 2017 hin bewegen.

Auch in 2017 sowie in den nächsten Jahren ist allerdings mit einem schwierigen Marktumfeld zu rechen. Die deutsche Energiebranche durchläuft derzeit einen ihrer größten strukturellen Veränderungsprozesse. Energiewende und Atomausstieg verändern die Erzeugungslandschaft grundlegend.

Für die SWK bedeutet dies, dass sie sich auch künftig in einem Spannungsfeld von rückläufigen Margen im klassischen Kerngeschäft und einem enormen Kapitalbedarf für die Bewältigung ihrer Zukunftsinvestitionen bewegen wird. Verstärkte Anstrengungen zur Ergebnisverbesserung sind daher notwendig. Die SWK hat diesen Spagat seit Jahren erfolgreich gemeistert.

Im Geschäftsjahr 2017 werden große infrastrukturelle Maßnahmen realisiert – das Bauprogramm  aus Investitionen und Instandhaltungen beläuft sich auf insgesamt rund 2,1 Mio. €. Daneben wurde für das Geschäftsfeld Wärme ein Restrukturierungsprogramm mit dem Ziel eingeleitet, die Abläufe und Prozesse zu optimieren, um letztendlich die Ergebnissituation zu verbessern.

Mit all diesen Maßnahmen leistet die SWK einen wichtigen Beitrag für eine auch in Zukunft lebenswerte, leistungsfähige und ökologisch vorbildliche Stadt.

 

Porträt STADTWERKE KELHEIM GmbH & Co KG:

 

Vertrieb Energie und Wasser

Unsere Kunden können darauf vertrauen, dass wir ihnen Energie und Wasser in erstklassiger Qualität zu fairen Marktpreisen liefern. Unser Produktportfolio ist mit Öko-, Fixpreis- oder Onlineprodukten auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet.

Versorgungsnetze und Erzeugung

Mit einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur stellen wir rund um die Uhr sicher, dass die Energie- und Wasserlieferung funktioniert. Mit unserem Biomasseheizkraftwerk stärken wir die regionale Wertschöpfung und erzeugen aus naturbelassenen Holzhackschnitzeln Wärme und im Verfahren der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung Strom.

Innovationen

Wir haben die Zukunft fest im Blick. Die Energiewende findet dezentral statt und wir stellen uns dieser Aufgabe. Zusammen mit dem Thüga-Netzwerk, wissenschaftlichen Einrichtungen und Kooperationspartnern arbeiten wir an Modellen, um die Energiezukunft intelligent zu gestalten. Daneben setzen wir uns für die umweltverträgliche Mobilität durch Erdgas- und Elektroantrieb ein und schaffen dafür die Infrastruktur.

Bauen und Wohnen

Der Energieverbrauch in Haushalten kann ohne Komforteinbußen effizienter gestaltet werden. Wir halten dafür ein umfangreiches Dienstleistungspaket vor und beraten unsere Kunden umfassend. Das entlastet unsere Umwelt, unser Klima und unseren Geldbeutel.

REGIONAL. ÖKOLOGISCH. SICHER. KOMPETENT.