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EEG-Umlage und Netzentgelte erhöhen ab 2017 den Strompreis für Verbraucher

Zum 1. Januar 2017 erhöhen sich „Steuern, Abgaben und Umlagen“ sowie die staatlich regulierten „Netzentgelte“ für Strom. Dabei sind die Kosten für den an der Börse gehandelten Strom für Kunden der STADTWERKE KELHEIM GmbH & Co KG (SWK) sogar rückläufig. Für die Verbraucher im Tarif Top.Strom heißt das, dass sie für Strom rund 1,2 Prozent mehr bezahlen müssen.

„Auf die genannten Preisbestandteile Steuern, Abgaben und Umlagen sowie Netzentgelte hat die SWK keinen Einfluss“, so Christian Kutschker, Geschäftsführer der SWK.  Im Gegensatz dazu konnte die SWK den beeinflussbaren Kostenblock „Beschaffung, Vertrieb und Service“  durch eine geschickte Beschaffungsstrategie reduzieren. Die Vorteile reichen allerdings nicht aus, die steigende EEG-Umlage und die steigenden Netzentgelte auszugleichen.

„Die Netzentgelte erhöhen sich dadurch, dass die vorgelagerten Netzbetreiber TENNET und Bayernwerk im Netzgebiet Kelheim ihre um rund 80 Prozent gestiegenen Kosten an uns weiterreichen. Hintergrund dafür ist der notwendige Ausbau der Stromnetze“, so Christian Kutschker. Auch die EEG-Umlage erhöht sich 2017 von 6,354 Cent/kWh auf 6,88 Cent/kWh. „Zusammen mit den Netzentgelten und anderen Steuern, Abgaben und Umlagen machen diese Positionen rund 80 Prozent des Strompreises aus“, verdeutlicht Christian Kutschker die Zusammensetzung des Strompreises.

Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh erhöhen sich die monatlichen Abschläge im Tarif Top.Strom ab 2017 um 0,93 Euro (brutto).

 

Warum steigen Netzentgelte und EEG-Umlage?

Die Energiewende belastet unsere Stromnetze. Ist früher Strom von einigen wenigen zentralen Erzeugern zum Verbraucher geflossen, fließt er jetzt von den dezentralen PV-Anlage und Windkraftanlagen zurück ins Netz. „Bildlich gesprochen, lassen wir mit den erneuerbaren Energien auf einer Einbahnstraße Gegenverkehr zu. Das heißt, dass die Straße breiter gebaut werden muss, damit beide Spuren Platz haben“, erklärt Christian Kutschker.

Für stabile Netze sind die Netzbetreiber zuständig. Ihre Arbeit wird über die Netzentgelte finanziert. In den vergangenen Jahren ist der Anteil von erneuerbaren Energien stark angestiegen. Die großen Betreiber der Übertragungsnetze wie z.B. Tennet müssen immer mehr eingreifen, damit die Netze stabil bleiben und somit die Versorgungssicherheit garantiert werden kann.

Hinzu kommt, dass im Erzeugungsbereich konventionelle Kraftwerke vorgehalten werden müssen. Das kostet Geld, ist aber aufgrund der fluktuierenden Einspeisung von Strom aus Wind und Sonne für die Versorgungssicherheit im Moment unumgänglich.

Die EEG-Umlage hingegen steigt, weil immer mehr Strom aus erneuerbaren Quellen produziert wird. Selbst wenn der Strom nicht gebraucht wird, bekommen die Erzeuger eine gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung ausbezahlt.

 

Wie wird es weitergehen?

Mit der EEG-Novelle 2017 wurde ein Ausschreibungssystem für erneuerbare Energien eingeführt. Dieses ist ab 2017 gültig. „Mit dem neuen System gehen wir weg von der festen Einspeisevergütung“, erklärt Christian Kutschker. „ Künftig legt der Staat nur noch die Menge an erneuerbaren erzeugten Strom fest, die in einem Jahr produziert werden soll. Anschließend entscheidet der Markt: Wer am günstigsten anbietet, bekommt den Zuschlag.“ Der Anstieg der EEG-Umlage soll so gebremst werden. Kleine Anlagen für den Privatverbrauch von dieser Regelung ausgenommen.

 

Was heißt das für die Energiewende?

„An der Energiewende führt kein Weg vorbei“, ist sich Christian Kutschker sicher. Dennoch ist klar, dass die Kosten für die Energiewende nicht unbegrenzt weitersteigen dürfen. „Neben den großen Übertragungsnetzen brauchen wir belastbare und dezentrale Speichermöglichkeiten wie z. B. Power-to-Gas. Dann könnten wir den lokal erzeugten Strom z. B. aus PV-Anlagen in der Region speichern und müssten ihn nicht aus den Windparks vom Norden in den Süden transportieren“, gibt Christian Kutschker einen Ausblick. Auch das teure Vorhalten von Kraftwerken wäre dann überflüssig

 

SWK hilft beim Energiesparen

Die SWK verkauft nicht nur Strom, sie hilft Ihren Kunden auch beim Energiesparen. In der neuen SWK-App „mein KelHEIM“ gibt es z. B. viele Tipps zum Energiesparen im Haushalt. Mit dem SWK-Thermografiecheck können Hausbesitzer Wärmelecks aufdecken und durch gezielte Sanierung Heizkostensparen. Neu ist die LED-Beratung der SWK. Wer seine Wohnung auf die sparsamen LED-Birnen umrüstet, kann bares Geld sparen. Die SWK leiht kostenlos LED-Sets aus, damit jeder das LED-Licht für sich testen kann.

Eine gute Nachricht zum Schluss: Die Preise für Erdgas und Wasser bleiben für SWK-Kunden auch 2017 wieder stabil.