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Gute Bilanz trotz schwierigem Umfeld

Die SWK hat das Geschäftsjahr 2015 zufriedenstellend abgeschlossen. Die kühlere Witterung im Vergleich zum Vorjahr sorgte für einen etwas höheren Wärmeumsatz. Der Jahresüberschuss fiel allerdings erwartungsgemäß geringer aus als im Vorjahr. Geschäftsführer Christian Kutschker begründete diese Entwicklung in der Pressekonferenz am Montag mit verminderten Einnahmen aus Netzentgelten – Gebühren, die andere Strom- und Gaslieferanten an die SWK als Netzbetreiber entrichten müssen. Dennoch konnte die SWK 2015 ihre Investitionen noch einmal deutlich ausweiten: 1,9 Mio. € (1,3 Mio. € 2014) flossen in die Erneuerung und Verstärkung der Netzinfrastrukturen für Strom, Erdgas, Wärme und Wasser.

Im Bereich Strom setzte die SWK im Berichtsjahr 2015 50,3 GWh um, im Geschäftsfeld Wärme lieferte sie eine Menge von 12,7 GWh an die Kunden. Daneben konnten im Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) im Rahmen der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung zusätzliche 3,3 GWh erzeugt und ins öffentliche Netz eingespeist werden. Der Erdgasabsatz des eigenen Vertriebs betrug 72, 2 GWh.

Hohe Investitionen in die Wasserinfrastruktur

Der größte Anteil der Investitionen des Jahres 2015 entfiel mit 703 Tsd. € auf das Geschäftsfeld Wasser. Zwei größere, über das Berichtsjahr hinaus gehende Projekte wurden in Angriff genommen: Die Neuverlegung von Wasserleitungen in Staubing und im Donaupark sowie die Installation einer Ultrafiltrationsanlage im Brunnen VII (Vogelsinger). „Die Wasserversorgung ist unser ältestes Geschäftsfeld – die Anfänge reichen bis ins Jahr 1902 zurück. Dementsprechend hoch ist hier auch unser Aufwand“, erklärt Christian Kutschker.

Im Strombereich lag der Fokus auf Leitungsverlegungen in verschiedenen Neubaugebieten – im Donaupark, in der Unteren Dorfgasse, im Ortsring Staubing und in Hohenpfahl West. Außerdem wurden 30 Hausanschlüsse neu verlegt. Die Investitionen im Geschäftsfeld Biowärme waren im Berichtsjahr vergleichsweise gering. „Die Biowärme wird im kommenden Geschäftsjahr im Vordergrund stehen“, kündigte der Geschäftsführer an.

Eigenen Energieverbrauch weiter reduzieren

Die SWK ist fortwährend bestrebt, den Energieverbrauch im eigenen Haus kontinuierlich zu reduzieren, wie Christian Kutschker informiert. Zu diesem Zweck hat sich die SWK im Berichtsjahr dem „Lernenden Energie-Effizienz-Netzwerk (LEEN) angeschlossen, in dem sie mit neun weiteren ostbayerischen Unternehmen kooperiert, um durch den Erfahrungsaustausch zeit- und kosteneffektiv, den Energieverbrauch zu senken. „Wir streben außerdem die Zertifizierung nach der Norm ISO 50001 an, die Standards für Energiemanagement-Systeme definiert. Gelingt die Umsetzung, verbessern wir unsere energiebezogene Leistung, erhöhen unsere Energieeffizienz und optimieren gleichzeitig unsere Energienutzung.“

TÜV SÜD Zertifikat für Kundenzufriedenheit

Zum zweiten Mal in Folge ist die SWK 2016 mit dem TÜV SÜD Zertifikat für Kundenzufriedenheit ausgezeichnet worden. Nur Unternehmen, die alle in einem angelegten Kriterienkatalog genannten Anforderungen erfüllen, wird dieses Zertifikat verliehen. Christian Kutschker nutzte die Vorstellung der Jahresbilanz auch, um auf die paradoxe Situation aufmerksam zu machen, zu der die Energiewende geführt hat und unter der auch die Energieversorger leiden: Trotz eines zunehmenden Anteils erneuerbarer Energiequellen steigen gleichzeitig die Treibhausgasemissionen. Die Ursache hierfür ist nicht der Atomausstieg, sondern die Verlagerung der Stromproduktion auf veraltete Kohlekraftwerke, während hocheffiziente Gaskraftwerke und KWK-Anlagen aus dem Markt gedrängt wurden und werden. „Wir brauchen unbedingt eine Strategie für die Transformation des Kohlesektors. Die Anlagen mit dem höchsten CO2-Ausstoß müssen als erstes vom Netz genommen werden“, betonte der Geschäftsführer. Nur so könne den KWK- und Gaskraftanlagen mit ihren vergleichsweise geringen Emissionen Marktchancen eröffnet werden

Ausblick 2016

Der Start in das Geschäftsjahr 2016 verlief nach Aussage des Geschäftsführers vielversprechend. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen wird sich das Ergebnis des laufenden Jahres auf Vorjahresniveau hin bewegen. Auch in den nächsten Jahren ist allerdings mit einem schwierigen Marktumfeld zu rechen. Die deutsche Energiebranche durchläuft derzeit einen ihrer größten strukturellen Veränderungsprozesse. Energiewende und Atomausstieg verändern die Erzeugungslandschaft grundlegend, die Preise für Strom, Erdgas und Rohöl sinken seit Jahren. Die Energieversorger bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen sinkenden Margen im Kerngeschäft und der Aufgabe, enorme Zukunftsinvestitionen bewegen zu müssen. Die SWK meistert laut Christian Kutschker diesen Spagat seit Jahren erfolgreich. Auch 2016 wird eine große infrastrukturelle Maßnahme realisiert – die lange geplante Anbindung der Innenstadt an das Biomasseheizkraftwerk.