Mein Kundenportal

(Vertragskontonummer 28…)

Zählerstandserfassung

(Vertragskontonummer 251…)

Liegenschaften der Stadt Kelheim erhalten Energieausweis

SWK-Energieberater Jürgen Buchner, Erster Bürgermeister Horst Hartmann, SWK-Geschäftsführer Christian Kutschker, Stadtbaumeister Andreas Schmid und Klimaschutzmanager Frank Eißler (v.l.).

Die Stadt Kelheim hat am 18. Januar 2016 Energieausweise für acht kommunale Liegenschaften erhalten. Die Prüfung wurde von der STADTWERKE KELHEIM GmbH & Co KG (SWK) durchgeführt. Geschäftsführer Christian Kutschker und Energieberater Jürgen Buchner überreichten in der Grundschule Nord die Ausweise an Bürgermeister Horst Hartmann und Klimaschutzmanager Frank Eißler. Im Rahmen eines Pressegesprächs informierten die Vertreter der Stadt und der SWK über das gemeinsame Bemühen, die regionale Energiewende voranzutreiben.

Kelheim beansprucht eine Vorreiterrolle im Klimaschutz und hat sich ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt. So hat sich die Stadt beispielsweise verpflichtet, in ihren Liegenschaften den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 Prozent zu verringern. Zur Erreichung dieser Ziele hat die Stadt neben energetischen Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen auch mehrere ihrer Liegenschaften an das Biomasseheizkraftwerk der SWK angeschlossen.

Umstieg auf Biowärme reduzierte CO2-Ausstoß erheblich

Der Umstieg auf Biowärme hat wesentlich dazu beigetragen, dass der CO2-Ausstoß bereits bis Ende 2014 um 27 Prozent reduziert und der Gesamtanteil der Erneuerbaren auf ca. 50 Prozent gesteigert werden konnte. Der Energieausweis unterstützt die Stadt bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzziele, indem er Auskunft gibt über die energetische Bilanz eines Gebäudes, Vergleiche ermöglicht, Anhaltspunkte für künftig anfallende Energiekosten gibt und Empfehlungen zur Sanierung enthält.

Energieausweis als Controlling-Tool

„Als Stadtwerk sind wir der natürliche Partner der Stadt, gemeinsam gestalten wir die Energiewende. Der Energieausweis ist ein effektives Tool für das Energiecontrolling und unterstützt damit eines unserer Hauptziele – die Verbesserung der Energieeffizienz“, sagt Geschäftsführer Christian Kutschker. „Der Energieausweis ist zehn Jahre gültig. Werden in dieser Zeit umfangreiche Sanierungen oder bauliche Änderungen am Gebäude durchgeführt, muss er früher angepasst werden“, ergänzt Energieberater Jürgen Buchner, der die Daten zusammengestellt hat.

Energieausweise wurden ausgestellt für die Grundschule Kelheim-Nord, die Grundschule Hohenpfahl, die Grundschule Kelheimwinzer, das Postgebäude an der Bahnhofstraße, den AWO Schülerhort, den Kindergarten St. Stefan Staubing, die Städtische Turn- und Mehrzweckhalle und für das Freizeitzentrum (Jugendtreff) Kelheim an der Weltenburger Straße.

„Mit unserem Klimaschutzkonzept, der Festlegung anspruchsvoller CO2-Reduktionsziele sowie der Einrichtung eines Klimaschutzmanagements haben wir unseren festen Willen zum Ausdruck gebracht, dass wir uns als Kommune unserer Verantwortung für den Klimaschutz stellen. Die Beauftragung der Energieausweise untermauert einmal mehr das Engagement und die Vorbildfunktion der Stadt Kelheim für die lokale Energiewende“, betont Erster Bürgermeister Horst Hartmann.

Klimaschutz „von oben und unten“

Klimaschutzmanager Frank Eißler hob hervor, dass die Energieausweise nicht als „Preisurkunde“ zu verstehen seien, sondern vielmehr als energetische Momentaufnahme und als Bekenntnis zur kontinuierlichen Verbesserung der Energieeffizienz. „Auch wenn das auf großer Bühne im Dezember in Paris verabschiedete Weltklimaschutzabkommen als historischer Meilenstein bewertet wird, muss die Umsetzung von unten erfolgen – von den Städten und den Gemeinden, die gemeinsam mit ihren Bürgern ihre lokale Energiewende umsetzen“, so Frank Eißler.

Zwei Varianten: Verbrauchs- und Bedarfsausweis

Die Bestimmungen zum Energieausweis sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt. Seit Juli 2015 muss in öffentlichen Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr und einer Nutzfläche von mehr als 250 m² der Energieausweis ausgehängt sein. Den Energieausweis gibt es in zwei Varianten – als Verbrauchs- und als Bedarfsausweis. In die Berechnungen des Verbrauchsausweises fließt der Verbrauch für Heizung und Warmwasser der vergangenen drei Jahre ein. „Der Nachteil an dieser Variante ist, dass das Ergebnis stark vom persönlichen Nutzungsverhalten abhängt und damit – je nachdem, ob die Bewohner viel oder wenig heizen – etwas verfälscht ist“, erklärt Jürgen Buchner.

Beim Bedarfsausweis wird der Energiebedarf auf Basis der technischen Gebäudedaten berechnet. Das Haus wird genau unter die Lupe genommen: Zustand von Außenwänden, Dach und Fenster sowie Heizung und Haustechnik fließen in die Bewertung ein. Gültig sind beide Ausweisvarianten jeweils zehn Jahre. Wann Hausbesitzer welchen Energieausweis brauchen, hängt vom Baujahr und von der Größe des Hauses ab.