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Energie und Wohnen: Was ändert sich 2016?

Gute Nachricht für Häuslebauer: Wer 2016 baut, kann mit mehr Fördergeldern rechnen. Aber es müssen andererseits auch strengere Energiestandards eingehalten werden. Rauchmelder werden Pflicht und neue gesetzliche Regelungen gibt es außerdem für Eigenheimbesitzer, die Strom selbst erzeugen. Lesen Sie hier die wichtigsten Neuerungen 2016 in den Bereichen „Energie und Wohnen“.

Höhere KfW-Förderkredite für Bauherren
Für energieeffiziente Neubauten vergibt die KfW ab 1. April 2016 doppelt so hohe Förderkredite wie bisher. Statt bei 50.000 Euro liegt die Obergrenze dann bei 100.000 Euro pro Wohneinheit. Gewährt werden diese Förderungen allerdings nur noch für Neubauten, die mindestens dem Standard "KfW-Effizienzhaus-55" entsprechen.

Rauchmelder werden Pflicht
In allen Bundesländern - außer Berlin und Brandenburg - sind ab 2016 Rauchmelder in Neubauten Pflicht. Viele Länder schreiben ab 2016 den Einbau inzwischen auch bei Altbauten vor - Bayern gehört jedoch nicht dazu.

Strengere Standards für Bauherren
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) wird in zwei Punkten verschärft. Für Heizung und Warmwasser sinkt die zulässige Energiemenge um ein Viertel. Berücksichtigt wird beim Primärenergiebedarf, aus welchen Quellen die Energie stammt. Werden beispielsweise zum Heizen Erneuerbare Energien anstatt Öl oder Gas genutzt, bleibt der Wert niedriger.

Die zweite Neuerung betrifft den Wärmeschutz von Wänden und Dächern. Dieser muss um circa 20 Prozent besser sein als bisher. Dies gilt jedoch nur für Neubauten, nicht für die Sanierung von bestehenden Häusern.

Neue Vergütung bei Blockheizkraftwerken
Nach dem neuen Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) wird der ins öffentliche Netz eingespeiste Strom etwas stärker gefördert als bisher, der selbst verbrauchte Strom dafür etwas geringer. Wer also ab 1. Januar 2016 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit weniger als 50 Kilowatt Leistung in Betrieb nimmt, kann mit einer anderen Vergütung als Besitzer bereits bestehender Anlangen rechnen.

So gibt es voraussichtlich für jede ins Netz eingespeiste Kilowattstunde Strom ab 2016 einen Zuschlag von 8 Cent (bisher 5,41 Cent). Der Satz für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Strom sinkt von ebenfalls 5,41 auf 4 Cent. BHKW-Betreiber erhalten zusätzlich weiterhin für jede eingespeiste Kilowattstunde den durchschnittlichen Börsenstrompreis des Vorquartals und einen Vergütungsanteil für vermiedene Netzkosten.

Eigenverbrauch wird teurer
Wer mit Photovoltaik, Windkraft oder mit einem Blockheizkraftwerk selbst Strom erzeugt und verbraucht, wird stärker belastet: Ab 1. Januar 2016 wird für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Strom 35 Prozent der EEG-Umlage berechnet (bisher 30 Prozent). Die meisten Eigenheimbesitzer können allerdings wieder aufatmen: Anlagen mit einer Leistung von weniger als 10 Kilowatt sind für die ersten 10.000 selbst genutzten Kilowattstunden pro Jahr weiterhin von der Umlage befreit.

Energieumlagen steigen
Die Summe aller Umlagen, Abgaben und Steuern im Strompreis klettert um netto um 0,6 Cent pro Kilowattstunde nach oben und erreicht damit eine Rekordhöhe. Zum einen liegt das an der EEG-Umlage, die um 0,2 Cent nach oben geht und nun bei 6,534 Cent pro Kilowattstunde liegt. Ebenfalls um 0,2 Cent erhöht sich voraussichtlich die KWK-Umlage. Außerdem steigen die Netzentgelte, die allerdings regional sehr unterschiedlich ausfallen können.

Neue Effizienzlabel
Alte Heizungen bekommen ab 1. Januar 2016 Effizienzlabel, die den Anlagen Energieeffizienzklassen von A+ bis G zuordnen. Die Skala soll aufzeigen, wie es um die Effizienz der Heizung steht und gegebenenfalls Modernisierungen anregen. 2016 sind die Heizungslabel noch freiwillig, sie können z.B. im Rahmen von Energieberatungen vergeben werden. Ab 1. Januar 2017 ist der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger verpflichtet, das Etikett bei der Feuerstättenschau auf den Heizkessel zu kleben. Für den Verbraucher entstehen keine Kosten.

Auch Lüftungsanlagen für die Wohnung bekommen beim Einbau ab Januar 2016 ein Energie-Effizienzlabel mit den Klassen A+ bis G. Dunstabzugshauben tragen jetzt schon Labels – ab 2016 entfällt jedoch die Klasse G. Dafür wird die Skala nach oben hin erweitert: Ist ein Gerät besonders sparsam, kann es auf freiwilliger Basis schon in "A++" eingruppiert werden.