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195 Staaten beschließen Weltklimavertrag

Der Konferenzort in Le Bourget (Foto: By WhisperToMe - Public domain - via Wikimedia Commons) Foto: By WhisperToMe - Public domain - via Wikimedia Commons

13.12.2015: Delegierte aus 195 Ländern beschlossen den globalen Vertrag am Samstag zum Abschluss der Weltklimakonferenz. Das Abkommen verpflichtet erstmals alle Staaten zum Kampf gegen die Erderwärmung. Die zentralen fünf Punkte des Vertrages im Überblick:

1. Fernziel: Reduzierung deutlich unter zwei Grad Celsius
Die Erderwärmung soll "deutlich unter zwei Grad" gehalten werden, möglichst aber die 1,5-Grad-Grenze nicht überschreiten, die als entscheidend für den Schutz kleiner Inselstaaten gilt.

2. Verpflichtungen: Alle fünf Jahre ein neuer Plan
Alle Staaten sollen Pläne vorlegen, wie sie das Ziel erreichen, und zwar alle fünf Jahre. Industrieländer sollen dabei die Führung übernehmen und sich feste Ziele für die Minderung ihrer Emissionen setzen. Nach Möglichkeit sollen das auch Schwellenländer tun, sie werden aber nur dazu "ermutigt".

3. Mechanismus: Was schon vor 2020 passiert
Erstmals 2018 soll überprüft werden, ob die Staaten mit ihren Plänen das Fernziel erreiche können, danach alle fünf Jahre. In einem so genannten "Entscheidungstext" wurde geregelt, was schon vor dem Jahr 2020 geschehen soll.

4. Geld: Wer zahlen muss - und wer zahlen darf
Die reichen Staaten sollen Finanzen bereitstellen, um den armen im Kampf gegen die Erderwärmung zu helfen. Die konkrete Summe wird, wohl aus Rücksicht auf die USA, im Abkommen nicht erwähnt, dafür aber im Entscheidungstext. Bis 2025 soll ein neues Ziel entstehen. Andere Länder, etwa China, können auch Geld beitragen, müssen aber nicht.

5. Entschädigung für Klimaschäden: Keine Haftung, aber Anerkennung
Entwicklungsländer hatten sich hier eine Art Haftung gewünscht, für Schäden, die jetzt bereits auftreten. Sie konnten sich damit nicht durchsetzen - aber immerhin mit einer Anerkunngen der Schäden.