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Erdgas wird günstiger, Strom und Wasser etwas teurer

Bernd Göttlicher, Leiter Abteilung Technische Anlagen & Netze, Edgar Stockmeier, Leiter Abteilung Markt & Handel, Prokuristin Sabine Melbig und Geschäftsführer Christian Kutschker (v.l.).

Erdgas wird im kommenden Jahr günstiger, Strom und Wasser etwas teurer. Über die Hintergründe der Preisentwicklung und über die Investitionen der STADTWERKE KELHEIM GmbH & Co KG in die Infrastruktur der Geschäftsfelder Strom, Erdgas, Wärme und Wasser informierte Geschäftsführer Christian Kutschker in einer Pressekonferenz.

Die staatlichen Belastungen am Strompreis für Haushaltskunden sind durch weiter steigende Kosten bei der Förderung Erneuerbarer Energien auf ein Rekordniveau von über 52 Prozent geklettert. Darüber hinaus sind die im Strompreis enthaltenen Netzentgelte deutlich gestiegen. Ursache hierfür ist der für die Energiewende notwendige Netzausbau, der zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit unumgänglich ist.

Dezentrale Stromerzeugung verändert Netzinfrastruktur
„Wir werden im kommenden Jahr sehr viel mehr für die Nutzung von Stromleitungen bezahlen müssen, da sich die Netzstruktur völlig verändert hat“, erklärt Christian Kutschker. Dienten die Stromnetze früher dazu, den zentral in einem Kraftwerk erzeugten Strom an die Kunden zu liefern, erzeugen heute viele dezentrale erneuerbare Anlagen Strom und speisen diesen in das Stromnetz ein. „Der Energiefluss hat sich damit umgekehrt! Nur mit dem Ausbau der Stromnetze, die auch intelligent werden müssen, kann diese Herausforderung bewältigt werden, um letztendlich die Versorgungssicherheit garantieren zu können“, sagt der Geschäftsführer.

Staatliche Preisbestandteile treiben den Strompreis
Trotz erzielter Erfolge in der Beschaffung konnte die SWK die beschriebenen Effekte nicht vollständig auffangen. Für eine Familie in einem Einfamilienhaus, die einen Durchschnittsverbrauch von ca. 3.500 Kilowattstunden pro Jahr hat, bedeutet das Mehrkosten von brutto 3,78 Euro pro Monat. „Unser Bestreben ist es, den Kunden stets ein faires Preis-/Leistungsverhältnis zu bieten. So haben wir 2015 auch nicht gezögert, unsere gesunkenen Kosten bei der Beschaffung eins zu eins an die Kunden weiterzugeben. In diesem Jahr können wir die massive Steigerung der staatlichen Preisbestandteile leider nicht kompensieren“, wirbt Christian Kutschker um Verständnis. Nur 25 Prozent des Strompreises kann von den Energieversorgern beeinflusst werden.

Preise für Erdgas im Keller
Die Erdgaskunden der SWK hingegen profitieren von den niedrigen Preisen für Erdgas auf dem Weltmarkt. „Dadurch konnten wir Einsparungen erzielen, die wir vollständig an unsere Kunden weitergeben“, informiert der Geschäftsführer. Eine Familie mit einem Erdgasverbrauch von 25.000 kWh wird ihre jährlichen Kosten um circa 60 Euro (brutto) reduzieren können.

Investitionen in die Wasserversorgung
Eine moderate Preissteigerung wird im Bereich der Trinkwasserversorgung notwendig. „Um die hohen Vorgaben aus der Trinkwasserverordnung gewährleisten zu können, müssen die Wassergewinnungs-, förderungs- und speicheranlagen sowie die Leitungsnetze aufgrund der Altersstruktur ständig ausgabenintensiv erneuert oder instandgehalten werden“, so Christian Kutschker. Aktuell hat gerade der Einbau einer Ultrafiltrationsanlage im Brunnen VII „Vogelsinger“ begonnen. Die Maßnahme wird 2016 fertig gestellt. Die Investitionen in die Wasserversorgung werden 2016 insgesamt 726.000 Euro (2015: 689.000 Euro) betragen. „Wir haben ein Investitions- und Instandhaltungskonzept definiert, um die Zukunft der Wasserversorgung langfristig sicherstellen zu können“, betont Christian Kutschker

Ab 1. Januar 2016 steigt der Verbrauchspreis um brutto16 Cent/1.000 Liter Wasser auf dann brutto 1,66 Euro/1.000 Liter. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von knapp 137 Kubikmetern Wasser, was einem Pro-Kopf- Verbrauch von täglich 125 Litern entspricht, bedeutet das Mehrkosten von brutto 23,50 Euro im Jahr, was monatlich 1,96 Euro entspricht.

Überdurchschnittliche Trinkwasserqualität
Es steckt viel Aufwand dahinter, stets Wasser in einwandfreier Qualität liefern zu können: Bei der SWK werden jährlich 70 Wasserproben aus den vier Trinkwasseranlagen entnommen und von einem Ingolstädter Trinkwasserlabor auf alle gesetzlich vorgeschriebenen Parameter überprüft. Die SWK-Mitarbeiter führen darüber hinaus wöchentliche Messungen des pH-Werts und der Leitfähigkeit durch, um negative Veränderungen der Umwelt im Wassereinzugsgebiet sofort zu bemerken und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Das Kelheimer Trinkwasser ist überdurchschnittlich gut, alle untersuchten Parameter in den vier Brunnen liegen deutlich unter den Grenzwerten. Auch das andernorts oft problematische Nitrat liegt in Kelheim zwischen 4,2 – 12,0 mg/l und Ist damit vom Grenzwert 50 mg/l weit entfernt.

Mehrspartenanschluss: sinnvoll und günstig
Wer 2016 einen Strom-, Erdgas-, Wärme- oder Wasserhausanschluss benötigt, kann sich über eine deutliche Kostenersparnis freuen. Die SWK hat mit den beteiligten Dienstleistern neue Konditionen vereinbart; außerdem wird das Material künftig nicht mehr im Lager der SWK sondern direkt bei den Tiefbaufirmen vorgehalten. Die daraus entstehenden Kostenvorteile werden an die Kunden weitergegeben.

Ein kompletter Erdgashausanschluss mit Tiefbau und inklusive Baukostenzuschuss kostet für einen typischen Bedarf von 25 kW Leistung ab 1. Januar 2016 brutto 2.597,14 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von 438,12 Euro. Veranlasst der Kunde den Tiefbau selber beträgt die Ersparnis nach dem neuen Preismodell sogar 541,19 Euro.

Christian Kutschker empfiehlt Bauherren, vor dem Hintergrund dieser Preisanpassung, gleich einen Mehrspartenanschluss in Erwägung zu ziehen. „Damit werden alle Versorgungsleitungen durch eine Öffnung in das Haus geführt. Das vereinfacht den Bauablauf, minimiert den Wärmeverlust und es erspart vor allem eine erneute Aufgrabung, wenn man sich beispielsweise später für eine Erdgasheizung entscheidet“, so der SWK-Chef.