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Jahresabschluss 2014: Stabiler Absatz und Zukunftsinvestitionen

Geschäftsführer Christian Kutschker, Prokuristin Sabine Melbig und Christian Prasch, Mitglied des Aufsichtsrats und Zweiter Bürgermeister der Stadt Kelheim (v.l.).

Kelheim, 17. Juni 2015 - Die SWK hat das Geschäftsjahr 2014 positiv abgeschlossen. Der Umsatz ist mit 24,7 Mio. geringfügig unter das Vorjahresniveau von 24,8 Mio. € gesunken. Im Jahresabschluss 2014 schlägt sich das besonders warme Jahr 2014 nieder, das für zurückgehende Wärmeumsätze sorgte. Dennoch konnte die SWK auch 2014 hohe Investitionen in die Zukunft der Wirtschaftsregion Kelheim stemmen. Geschäftsführer Christian Kutschker, Prokuristin Sabine Melbig und Christian Prasch, Mitglied des Aufsichtsrats und Zweiter Bürgermeister der Stadt Kelheim, informierten über den Jahresabschluss im Rahmen einer Pressekonferenz.

1,2 Mio. € investierte die SWK in die Erneuerung und Verstärkung der Netzinfrastrukturen für Strom, Erdgas, Wärme und Wasser. Im Bereich Strom setzte die SWK im Berichtsjahr 2014 52,6 MWh um, im Geschäftsfeld Wärme lieferte sie eine Menge von 11,7 MWh an die Kunden. Daneben konnten im Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) im Rahmen der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung zusätzliche 2,7 MWh erzeugt und ins öffentliche Netz eingespeist werden. Der Erdgasabsatz sank vor allem aufgrund der milden Temperaturen von 89,2 auf 75 MWh.

Neue Trafostation in Thaldorf

Der Investitionsschwerpunkt im Strombereich lag auf dem Bau einer neuen Trafostation in Thaldorf, um den dort erzeugten Strom aus der Großflächen-Photovoltaik-Anlage abtransportieren zu können. Alle weiteren Investitionen dienten dazu, die Versorgungssicherheit zu optimieren. Das größte Investitionsbudget im Geschäftsfeld Erdgas beanspruchte die Erstellung neuer Hausanschlüsse. So konnten 56 Kunden neu an das Erdgasnetz der SWK angeschlossen werden.

Im Geschäftsfeld Biowärme wurden die Wärmeleitungen in der Hienheimer Straße, Alleestraße, Lederergasse, Stadtknechtstraße und in der Donaustraße ausgebaut und an die bestehende Heizzentrale in der Emil-Ott-Straße angeschlossen. In der Trinkwasserversorgung standen die Sanierung und Neuverlegung von Wasserleitungen im Fokus. Im Berichtsjahr wurden außerdem 22 Hausanschlüsse neu verlegt.

Neues Preismodell macht Biowärme günstiger

Die SWK entwickelte im Berichtsjahr 2014 ein neues Preismodell, das am 1. Januar 2015 in Kraft getreten ist und die Biowärme von der Preisseite her noch attraktiver macht. Die Strompreise der SWK konnten im Jahr 2014 trotz steigender Umlagen aus Steuern und Abgaben stabil gehalten werden. „Unsere Beschaffungsstrategie hat sich als vorteilhaft erwiesen. Diese Effekte geben wir eins zu eins an die Kunden weiter“, betont Christian Kutscher. Auch die Preise für Erdgas blieben 2014 konstant. Energiewende als Chance für regionale Versorger „Auch wenn die Umsetzung aus unserer Sicht nicht zufriedenstellend verläuft, begreifen wir die Energiewende als große Chance“, sagt Christian Kutschker. Der Trend zu mehr Dezentralität stellt zwar zunächst die Verteilnetze vor große Herausforderungen, verschafft jedoch Stadtwerken wie der SWK durch ihre regionale Verankerung eine gute Ausgangsposition, um gemeinsam mit den Kunden den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Die im August 2014 in Kraft getretene Novelle des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) geht nach Ansicht des SWK-Chefs grundsätzlich in die richtige Richtung. So müssen nun dezentrale Stromerzeuger zunehmend ihren Strom nicht nur einspeisen, sondern am Markt verkaufen. Christian Kutschker hätte sich von der Politik jedoch mehr Mut bei der Umstellung von festgelegten auf wettbewerblich ermittelte Fördersätze erwartet.

„SWK 3.0“

Der Übergang auf eine dezentrale, regenerative Energieversorgung erfordert von den Stadtwerken, sich neue Geschäftsmodelle – in Verbindung mit den erneuerbaren Energien – zu erschließen. 2014 hat die SWK ihr Innovationsmanagement systematisiert und für diesen Aufgabenbereich eine neue Stelle geschaffen. Eines der Innovationsfelder, auf denen sich die SWK betätigt, ist der Bereich „Intelligente Netze“. Zusammen mit einem Konsortium – bestehend aus der R-Tech GmbH, Regensburg, der OTH Regensburg und weiteren Partnern – entwickelt die SWK zurzeit den „Smart Grid Load Balancer“, ein intelligentes Steuergerät, das für einen effizienteren Energieverbrauch sorgen soll.

Damit soll der Stromverbrauch von Haushaltsgeräten gemessen werden und in der Folge mit dem Netzbetreiber kommunizieren, um so den Energieverbrauch und die -erzeugung aufeinander abzustimmen. So können bei Spannungsspitzen stromintensive Geräte sekundenschnell ab- und zugeschalten werden. Bei einer Einbindung möglichst vieler Haushalte kann so der Lastbedarf optimiert und nach Möglichkeit auf den Einsatz fossiler Kraftwerke verzichtet werden. Für Feldtests im Jahr 2016 sollen Kunden der SWK gewonnen werden.

Gütesiegel

Zum dritten Mal in Folge erhielt die SWK auch 2014 vom unabhängigen „Energieverbraucherportal“ das renommierte Siegel „TOP-Lokalversorger“ in den Bereichen Strom und Erdgas. Die Prüfkriterien umfassen neben dem Preis-/Leistungsverhältnis das Umweltengagement, das regionale Engagement und die Servicequalität. Außerdem ist die SWK 2014 mit dem TÜV SÜD Zertifikat für Kundenzufriedenheit ausgezeichnet worden. Dazu waren von Anfang Oktober 2013 bis Ende Januar 2014 444 SWK-Kunden telefonisch befragt worden. Die Gesamtzufriedenheit lag auf einer 5er-Skala bei 1,95; außerdem gaben 85 Prozent der Kunden an, die SWK weiterzuempfehlen.

Neue Chance für den „Windpark Paintner Forst“

14 Windräder im Paintner Forst, die etwa 30.000 Haushalte in der Region Kelheim mit klimafreundlichen Strom versorgen – so lautet das Ziel des Projekts „Windpark Paintner Forst“, das 2012 im Zeichen der Energiewende beschlossen wurde und als Bürgerbeteiligungsmodell realisiert werden soll. Durch das Ausscheren der vom Windpark betroffenen Nachbargemeinden Nittendorf und Deuerling aus dem gemeinsam entwickelten Teilflächennutzungsplan geriet das Vorhaben an den Rand des Scheiterns. Derzeit werden Wege untersucht, wie das Vorzeigeprojekt der Energiewende doch noch realisiert werden kann.

Ausblick 2015

Unter dem Motto „Ausbauoffensive Wärme“ hat die SWK 2015 damit begonnen, die Grundlagen zu schaffen, um 2016 die Innenstadt leitungstechnisch mit der Nordstadt zu verbinden. Gleich zu Jahresanfang konnte die SWK eine Senkung ihrer Strompreise bekannt geben. Im bayernweiten Vergleich liegt die SWK mit ihren Vertriebspreisen im unteren Drittel (Stand 1. Januar 2015). Die SWK wird ihre Unternehmensstrategie in dem sich wandelnden Marktumfeld auch 2015 fortsetzen. Zum einen gilt es, Kompetenzen im Kerngeschäft weiter auszubauen und zum anderen, neue, innovative Felder zu erschließen – um sich für das Zeitalter der regenerativen Energieversorgung in Position zu bringen.

Weitere Informationen bei Stephanie Burger, Referentin Unternehmenskommunikation, telefonisch unter 09441 5032-150 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.